Diese Seite enthält einen oder mehrere Anträge, welche dem Landesverband zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt wurden. Solange darüber nicht demokratisch entschieden wurde, handelt es sich nicht um offizielle Beschlüsse der Jungen Liberalen Baden-Württemberg.
Antragsteller: OV Weinheim-Schriesheim
Antragshistorie:
Die Jungen Liberalen fordern, die Realschule zu stärken und fit für die Anforderungen der Gegenwart zu machen. Dazu ist es nötig, den Klassenteiler stärker und schneller herabzusenken, an jeder Schule mindestens einen Schulpsychologen und Sozialpädagogen fest anzustellen und zusätzliche Investitionen zur Modernisierung der Schulen zu tätigen.
Begründung:
Herabsenkung des Klassenteiler auf 25 Schüler
Nur mit einer geringeren Anzahl von Schülern in einer Klasse können naturwissenschaftliche Experimente und Unterrichtsmethoden zur differenzierten Förderung durchgeführt werden. Ebenso kann die nötige Fremdsprachenkompetenz in zu großen Klassen nicht erlangt werden, da nicht alle Schüler die hinreichende Möglichkeit bekommen, um die Sprache auch zu sprechen. Schließlich kommt in zu großen Klassen die individuelle Förderung der Schüler zu kurz, da der Lehrer nicht auf die Probleme und Schwierigkeiten des einzelnen eingehen kann. Daher ist die Senkung des Klassenteilers von 28 auf 25 Schüler nötig, um eine zukunftsorientierte und bedarfsgerechte (Schul-)Bildung zu erhalten, die auch dem internationalen Vergleich standhält.
Schulpsychologe und Sozialpädagoge an jeder Schule
Die starke Zunahme von verhaltensauffälligen Jugendlichen wird in den Klassen zunehmend zum Problem und muss dringend in Angriff genommen werden. Lehrer sind für die Maßnahmen, die schnellstmöglich ergriffen werden müssen, um den Jugendlichen zu helfen, zu wenig ausgebildet und können die zusätzliche Arbeit neben der Vermittlung von schulischen Kompetenzen nicht wahrnehmen. Die Jugendlichen brauchen aber dringend Hilfe, die ihnen derzeit nicht oder nur nach langen Wartezeiten zuteil wird. Daher ist es notwendig, an den Schulen Sozialarbeiter und Schulpsychologen einzustellen. Dies bedeutet zudem die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Investitionen zur Modernisierung
Viele Schulen in Baden-Württemberg sind sanierungsbedürftig und oft für die Schülerzahlen zu klein, da man in den 80er Jahren die Schulen zweizügig ausgelegt hat, heute aber pro Jahrgang bis zu vier Klassen unterrichtet werden. So werden Klassenzimmer in suboptimale Container ausgelagert, in denen im Sommer Temperaturen von über 30° keine Seltenheit sind.
Ebenso sind die Lehrerzimmer für wesentlich weniger Lehrer ausgelegt. Das bedeutet, dass jedem Lehrer wenige Zentimeter – flächengleich mit dem Liegeplatz einer Henne in einer Legebatterie – bleiben, auf denen ein sinnvolles und zielführendes Arbeiten in der Schule nicht möglich ist.