Diese Seite enthält einen oder mehrere Anträge, welche dem Landesverband zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt wurden. Solange darüber nicht demokratisch entschieden wurde, handelt es sich nicht um offizielle Beschlüsse der Jungen Liberalen Baden-Württemberg.
Antragsteller: KV Rems-Murr
Antragshistorie:
Das Angebot an regionalen und kommunalen Freizeitmöglichkeiten in der Bundesrepublik Deutschland ist einmalig in der Welt. Die Menschen erhalten vor Ort eine Vielzahl an Angeboten sich zu engagieren und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Sportliche -, religiöse, heimatliche sowie vielerlei unterschiedliche und individuelle Gemeinschaften sind hierbei zentrale Institutionen des gesellschaftlichen Zusammenlebens vor Ort. Kirchen sowie Sport- und Heimatvereine leisten hierbei mit ihren ehrenamtlichen Helfern und Mitgliedern einen entscheidenden Beitrag zur hohen Lebensqualität und der Vielzahl an Freizeitangeboten, welche die Menschen in Deutschland vor Ort vorfinden. Die Jungen Liberalen schätzen den Wert dieser weltweit einmaligen Errungenschaft und setzen sich für die Förderung der kommunalen Kulturlandschaft ein.
Ausbau und Erhalt der Infrastruktur: Die Jungen Liberalen fordern die Kommunen auf, die infrastrukturellen Gegebenheiten wie Sportgelände, Gemeindehallen und Jugendzentren stärker zu fördern und auszubauen. Hierzu gehört auch eine ausreichende Intakthaltung der bestehenden Infrastruktur. Weiterhin ist darauf zu achten, dass nach dem Prinzip der Gleichberechtigung die gesellschaftliche Gruppen und Vereine genügend Kapazitäten erhalten.
Vermittlerrolle und Entbürokratisierung: Die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Vereinen, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften und in erster Linie Familien und Privatpersonen ist auf kommunaler Ebene ein entscheidender Faktor für ein gelungenes gesellschaftliches Leben. Diese gilt es von Seiten der Kommunen zu bestärken. Die Förderung von Partnerschaften zwischen den Teilnehmern am kommunalen Gesellschaftsleben ist entscheidende Aufgabe der Kommunen. Die bürokratischen Hürden sind hierbei gänzlich zu beseitigen, um eine rege Kommunikation zum Vorteil aller Parteien zu ermöglichen.
Gesellschaftliche Förderung des Ehrenamtes: Die Vereine und Kirchen vor Ort leben in erster Linie von ehrenamtlichem Engagement. Ohne die ehrenamtlichen Helfer und Leiter wäre das Freizeitangebot und die Qualität des gesellschaftlichen Zusammenlebens in den deutschen Städten und Gemeinden um ein vielfaches niedriger. Die Jungen Liberalen erkennen die große Verantwortung, welche ehrenamtliche Mandatsträger, Funktionäre und Gruppenleiter und Helfer übernehmen, würdigen und fördern deren gesellschaftliche Anerkennung. Als Personen, die tagtäglich unentgeltlich ihre Freizeit „opfern“, um einen erheblichen Teil für ein gelungenes Gemeindeleben für sich und ihre Mitmenschen zu leisten, ist es Aufgabe der Gesellschaft, die dafür gerechtfertigte Anerkennung entgegenzubringen. Die Kommunen sollen daher einschlagende Rahmenbedingungen setzen, um die Förderung ehrenamtlichen Engagements zu verbessern. Hierzu zählen beispielsweise die Verleihung von Preisen für Dienste zum Wohle der Gemeinde für besondere ehrenamtliche Tätigkeiten und den Ausbau der Partnerschaften zwischen Unternehmen und Vereinen. Von einer finanziellen Entschädigung und Förderung ehrenamtlichen Engagements seitens der Kommunen ist ausnahmslos abzusehen.
Als einzige liberale Jugendorganisation, ist es den Jungen Liberalen ein besonderes Anliegen, dass vor allem jungen Menschen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung gestellt wird, sich selbst zu verwirklichen. Der ordnungspolitische Rahmen ist für die Förderung der regionalen und kommunalen Kulturlandschaft von entscheidender Bedeutung. Nur so können auf unbürokratische Weise Netzwerke zwischen den Teilnehmer am gesellschaftlichen Leben vor Ort zum Vorteil aller entstehen.
Begründung:
erfolgt mündlich.