Diese Seite enthält einen oder mehrere Anträge, welche dem Landesverband zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt wurden. Solange darüber nicht demokratisch entschieden wurde, handelt es sich nicht um offizielle Beschlüsse der Jungen Liberalen Baden-Württemberg.
Antragsteller: KV Ortenau
Antragshistorie:
Die Jungen Liberalen in Baden-Württemberg setzen sich für eine Reform des Religionsunter-richts ein. Dazu wird die Einteilung nach Konfessionen abgeschafft und alle Schüler werden gemeinsam unterrichtet, egal welcher Religion sie angehören. Gleichzeitig wird der Inhalt des Religionsunterrichts grundlegend reformiert. Inhalt des Religionsunterrichts werden die verschiedenen Weltreligionen, die Zusammenhänge und Konflikte zwischen den Religionen sein. Ethikunterricht wird weiterhin als Ersatzfach angeboten.
Religionsunterricht gehört als ordentliches Fach zu dem Bereich der Gesellschaftswissen-schaften. Doch die bisherigen Inhalte sind veraltet und mit der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht mehr vereinbar. Angesichts des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Religion sollte der Religionsunterricht im 21.Jahrhundert nicht mehr eine Brücke zwischen Gesellschaft und Kirche sein, sondern eine Brücke zwischen Gesellschaft, Weltreligionen und Kultur. Das gesellschaftliche Leben im 21. Jahrhundert ist, sofern man es überhaupt als religiös geprägt ansehen kann, nicht durch das Christentum geprägt, sondern durch das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft und Religionen. Durch den gemeinsamen Religionsunterricht und das gemeinsame Lernen der verschiedenen Weltreligionen verstehen die Schüler das Denken und Handeln verschiedener Kulturen und lernen die Zusammenhänge verschiedener interkulturellen und interreligiösen Konflikte weltweit kennen. Zusätzlich fördert der Unterricht in dieser gewünschten Form und mit diesem gewünschten Inhalt das Zusammenleben der verschiedenen Menschen und beugt weit verbreiteten Vorurteilen vor. Der Ethikunterricht wird weiterhin als Ersatzfach angeboten. Der neue Religionsunterricht würde sich nicht mit dem Ethikunterricht überschneiden, da in dem bisherigen Lehrplan des Ethikunterrichts die Weltreligionen kaum eine Rolle spielen.
Begründung:
erfolgt mündlich.