LER als Pflichtfach statt Einführung von islamischem Religionsunterricht

(Beschluss vom 36. Landeskongress, Blaustein)

Die Jungen Liberalen Baden-Württemberg lehnen die Einführung von islamischem Religionsunterricht sowie Religionsunterricht allgemein an baden-württembergischen Schulen ab. Sie fordern deshalb die Landtagsfraktion der F.D.P./DVP auf, sich für eine Abschaffung des katholischen und des evangelischen Religionsunterrichtes zu Gunsten des Faches LER (Lebenskunde, Ethik, Religion) einzusetzen.

Begründung:

Respekt vor fremden Werten kann nur der haben, der diese fremden Werte kennengelernt hat. Werte unserer eigenen Gesellschaft sollen deshalb auch aus der Sicht der fremden Werte diskutiert werden. Die Vermittlung religiöser Werte ist Sache der Kirchen und Religionsgemeinschaften. Dies kann nicht Sache der staatlichen Schule sein.

Hier kommen Menschen unterschiedlichsten Hintergrundes zusammen und arbeiten miteinander, schließen Freundschaften über alle kulturellen oder religiösen Grenzen hinweg.

Es ist nicht sinnvoll, junge Menschen bei der Vermittlung und Diskussion von Werten in drei verschiedene Gruppen zu teilen: Katholiken, Protestanten und Ethikschüler. Mit der Einführung islamischen Religionsunterrichts käme sogar noch eine vierte Gruppe hinzu. Es soll vielmehr allen Schülern die Möglichkeit gegeben werden, gemeinsam über sie bewegende Werte zu diskutieren. Hierbei hat die Schule auch eine Moderatorenfunktion.

Die Jungen Liberalen fordern deshalb die Einführung eines gemeinsamen Faches für Religion und Ethik (LER = Lebenskunde, Ethik, Religion) und damit die Abschaffung des herkömmlichen Religionsunterrichtes.

Benjamin StrasserBenjamin Strasser
Stv. Landesvorsitzender für Programmatik

strasser@julis-bw.de