Mehr Schulsozialarbeit - kein Schulbuchdiktat

(Pressemitteilung vom 02.08.2007)

Stuttgart. Als einen "vollen Erfolg" bezeichneten der Landesgruppenvorsitzende der FDP, Harald Leibrecht MdB, und der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen, Leif Schubert, ihre "Tour durchs Ländle" zum Thema Jugendarbeitslosigkeit.

In verschiedenen Betrieben und Anstalten in ganz Baden-Württemberg fanden Leibrecht und Schubert Ihre Meinung durchaus bestätigt. Schubert: "Die meisten Unternehmen werden ihrer sozialen Verantwortung durchaus gerecht. Anstatt über eine Ausbildungsplatzabgabe zu diskutieren, sollten wichtigere Aspekte auf die politische Tagesordnung rücken.
Leider ist derzeit mit der Vereinheitlichung der Schulbücher wieder ein Thema auf der Agenda, das unser Schulwesen nicht weiterbringen kann. Ein Schulbuchdiktat widerspricht sowohl der Schulautonomie als auch unserer kulturellen Vielfalt und lähmt den Qualitäts- und Preiswettbewerb bei den Schulbuchverlagen. Das kann kein vernünftiger Staat wollen."

Schlüsselpunkte seien insbesondere das unbürokratischere Ermöglichen von Verbundschulen, kleinere Klassenteiler, leistungsorientierte und äquivalente Bezahlung und eine Veränderung der Ausbildung der Lehrer, eine stärkere Autonomie der Schule beginnend bei der Lehrerauswahl, und die Bereitstellung von Mitteln zur Unterstützung von Kommunen bei der Finanzierung von Schulsozialarbeit als Schlüssel zur Integration.

"Wichtig erscheint uns nach der Tour, dass sich die Schule auch mehr die Vermittlung von sozialen Kompetenzen leisten können muss", so Leibrecht. Zur Finanzierung einer verstärkten Schulsozialarbeit schlägt Schubert vor: „Denkbar wäre ein Modell, dass für jeden seitens der Kommunen für Schulsozialarbeiter ausgegebenen Euro das Land einen Euro bezuschusst".

Die Tour wurde von zahlreichen Bundes- und Landtagsabgeordneten der FDP unterstützt.

Alexander HahnAlexander Hahn
stellvertretender Landesvorsitzender für Presse

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