Alexander Hahn
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(Pressemitteilung vom 03.03.2010)
Zu den Aussagen von Innenminister Heribert Rech (CDU), „Killerspiele“ seien „abartig“ und müssten verboten werden, erklärt der JuLi-Landesvorsitzende Leif Schubert (22 / Karlsruhe):
„Die Auseinandersetzung mit der menschenverachtenden Tat von Winnenden auf die indirekte Diffamierung von Spielern als abartig zu begrenzen, ist einfach nur traurig. Das wird den Opfern nicht gerecht, sondern verdeckt eher noch die weiterhin bestehenden Probleme an zahlreichen Schulen und stellt Unbeteiligte an den Pranger.“
Schubert weiter: „Herr Rech geht offensichtlich durch eine inszenierte Killerspieldebatte auf Stimmenfang im konservativen Lager und spielt dabei mit den Ängsten der Bürger. Manchmal ist Nachdenklichkeit und Pietät gefragter als Populismus. Das sollte sich Herr Rech zu Herzen nehmen. Die Ursachen derartiger Tragödien liegen nicht Killerspielen oder Paintball, sondern im Umfeld Schule und ihrer personellen Ausstattung selbst. Antworten können deshalb nicht Verbote sein, sondern die Möglichkeit von psychologischer Beratung direkt vor Ort, frühzeitiges Erkennen und Begleiten von Problemen der Schüler und ein Lernumfeld, in dem Verantwortung übernommen wird. Dafür sollte sich Herr Rech einsetzen, wenn ihm wirklich etwas daran liegt, durch Veränderungen das Risiko von Amokläufen zu reduzieren.“
Alexander Hahn
stellvertretender Landesvorsitzender für Presse
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