Alexander Hahn
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(Pressemitteilung vom 08.02.2007)
Stuttgart/Karlsruhe. Der Vorsitzende der Jungen Liberalen Baden-Württemberg, Leif Schubert (19, Karlsruhe) fordert, dass die Behandlung von Schwerstabhängigen mit Diamorphin künftig bundesweit ermöglicht wird. Er fordert die Landesregierung auf über eine Bundesratsinitiative tätig zu werden:
„Die Behandlung von Heroinabhängigen mit Diamorphin eröffnet den Betroffenen neue Perspektiven. Wir Jungliberale sehen dies als eine Chance, die es künftig auch bundesweit zu nutzen gilt.
Ziel der Politik muss sein, gerade auch Schwerstabhängige vor dem psychosozialem Abstieg und den medizinischen Risiken zu bewahren.
Der Modellversuch seit 2002 hat gezeigt: eine kontrollierte Abgabe des Stoffes an Schwerstabhängige unter bestimmten Voraussetzungen ist hierfür sehr gut geeignet. Selbst die Bundesregierung hat festgestellt, dass die Heroinbehandlung „zu signifikant größeren Effekten führte als die Methadonbehandlung“ [vgl. BT-Drs. 16/2294].
Daher muss sie den Modellversuch nun nahtlos in die bundesweite Regelversorgung überführen. Eine Ablehnung der diamorphingestützten Behandlung aus politisch-ideologischen Gründen, die beispielsweise die CDU vorschiebt, ist nicht zu verantworten. Läuft der Modellversuch nahtlos ohne weitere geeignete Behandlungsmöglichkeit aus, wird dies viele Menschenleben kosten.
Wir fordern die baden-württembergische Landesregierung dazu auf, eine Bundesratsinitiative zu ergreifen um die diamorphingestützte Behandlung der Schwerstabhängigen auch künftig sicherzustellen. Sie muss nahtlos an den Modellversuch anknüpfen und bundesweit ermöglicht werden.“
Alexander Hahn
stellvertretender Landesvorsitzender für Presse
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