Julis: Stoiber zensiert!

(Pressemitteilung vom 10.01.2007)

Stuttgart/Karlsruhe. Zur Absicht Bayerns eine Bundesratsinitiative bezüglich der Ausweitung des Strafgesetzbuches zum Verbot so genannter „Killerspiele“ zu ergreifen, erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen, Leif Schubert (19, Karlsruhe):

„Die Polemik seitens der Konservativen zum Thema Computerspiele ist unerträglich. Nach Stoibers Logik müssten dann auch noch Wasserpistolen verboten werden.

Ein ausdrückliches Verbot von jugendgefährdenden Schriften und Medien kommt einer Zensur gleich. Dabei sind die bestehenden Mittel für Jugendschutzzwecke längst ausreichend.

Tausende, teilweise organisierte Computerspieler belegen, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Counterstrike und Co. die Regel ist. Wissenschaftlich gesichert ist ferner, dass nicht Computerspiele Jugendliche aggressiv machen, sondern sich vielmehr aggressive Jugendliche entsprechende Software beschaffen. Sie tun dies bereits jetzt entgegen den Jugendschutzbestimmungen. Eine Zensur, wie sie Stoiber und Kollegen fordern, ist in Zeiten des Internets nicht nur wirkungslos und beschneidet die Bürgerrechte, sondern birgt auch die Gefahr einer Aufwertung der betroffenen Medien in sich.“

Alexander HahnAlexander Hahn
stellvertretender Landesvorsitzender für Presse

hahn@julis-bw.de