Blockade der „Intel Friday Night Games“ in Karlsruhe ist purer Wahlkampfpopulismus

(Pressemitteilung vom 28.05.2009)

Zu der unerwarteten Absage der „Intel Friday Night Games“ in Karlsruhe seitens der Veranstalter aufgrund des öffentlichen Drucks erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen, Leif Schubert (22, Karlsruhe):

„Es ist mehr als bedauerlich, dass Turtle Entertainment als Veranstalter für billige Kommunalwahlkampftaktiken missbraucht wurde. Wenn von der CDU öffentlich die Kündigung eines rechtsgültigen Vertrages angeregt wird, ist dies nichts anderes als der Versuch der heutigen Generation ihre Version von Räuber und Gendarm zu nehmen. Das die Tragödie von Winnenden nun herhalten muss um reflexartig politische Maßnahmen zu präsentieren ist mehr als traurig. Aus dem Aktionismuszylinder wird wieder einmal eine Killerspieldebatte gezaubert, die sich jeder Realität entzieht.

Das zeugt von Kulturpessimismus, Unkenntnis und Naivität. Dieses Event taugt nicht als Projektionsfläche für Vorurteile und Ängste und führt zu einer Diskussion über einen möglichen Zusammenhang zwischen Gewalttaten und Computerspielen die auf einem sehr niedrigen Niveau geführt wird.“

Auf der „Intel Friday Night Games“ spielen Computerspieler gegeneinander, die ihr Hobby professionalisiert haben. Aufgrund des öffentlichen Drucks seitens der CDU Stadtratsfraktion haben sich die Veranstalter dazu entschieden, die Veranstaltung abzusagen und von ihrem Vertragsrecht Abstand zu nehmen.

Schubert weiter: „Die Blockade des Computer-Turniers entbehrt jeder sinnvollen Begründung und ist eine Bankrotterklärung an eine moderne Jugendkultur.“

Alexander HahnAlexander Hahn
stellvertretender Landesvorsitzender für Presse

hahn@julis-bw.de

Sehr richtig!

Wer eine sportliche Veranstaltung dermaßen fehlinterpretiert, ist entweder naiv oder populistisch. Meiner Meinung nach ein weiteres Anzeichen dafür, dass schwarz-rot auf "Wahlkampf" umgestellt hat.
Schade, dass die Objektivität darunter leiden muss.