Kammer in Deutschland – Im Zweifel für Selbstorganisation!

Die Jungen Liberalen Baden-Württemberg sprechen sich im Rahmen eine freiheitlichen und marktwirtschaftlichorientierten Politik gegen die Zwangsmitgliedschaft in den deutschen Kammern aus. Durch das momentane System, wird dem gewerbetreibenden Bürger die Entscheidung, ob er sich und wie er sich in Interessenverbänden organisieren will, von Staatsseite her abgenommen. Dieser Tatbestand stellt daher eindeutig eine Einmischung in die persönliche Entscheidungsfreiheit dar, was nach einem freiheitlichem Weltverständnis nicht zu vertreten ist.

Im Zuge einer hier zu beginnenden Reform des deutschen Kammerwesens, muß auch gleichzeitig darauf hin gewirkt werden, daß die Kammern sich nicht in Bereichen wirtschaftlich betätigen dürfen, in denen schon private Firmen agieren. Auf diese Weise findet, wie zum Beispiel an den IHKn belegt werden kann, durch Konkurrenz zu den eigenen Mitgliedern und Preisdumping mittels Quersubventionen, eine nicht zu rechtfertigende Beeinflussung des Marktes statt.

Wir fordern die F.D.P. daher auf, sich endlich konsequent für die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in deutschen Kammern einzusetzen. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuwirken, daß die Kammern sich nicht in Bereichen wirtschaftlich betätigen dürfen, in denen sie in Konkurrenz zu den gewerbetreibenden Bürgern stünden. Denn nur so, sprich durch ein gradlinieniges, aufrechtes und öffentliches Vertreten unserer liberalen Programmatik, können wir uns in Zukunft noch behaupten. Wir müssen uns endlich einer nichtsbringenden Klientelpolitik verabschieden und uns einer befreiten Zukunft zu wenden.