AchtungDiese Seite enthält einen oder mehrere Anträge, welche dem Landesverband zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt wurden. Solange darüber nicht demokratisch entschieden wurde, handelt es sich nicht um offizielle Beschlüsse der Jungen Liberalen Baden-Württemberg.

Freiwilligendienste

Antragsteller: KV Böblingen, KV Heilbronn

Antragshistorie:

  1. (10.3.2011) eingereicht zum 59. Landeskongress
  2. (1.4.2011) beim 59. Landeskongress angenommen


 

Die Jungen Liberalen fordern die Integration sämtlicher sog. "sozialer Jugendfreiwilligendienste (u.a. FSJ und FÖJ)" in den neu entstandenen "Bundesfreiwilligendienst".

 

Begründung:

Ab Juni 2011 werden wir in Deutschland keinen Wehrdienst mehr haben. Damit entfällt auch der wichtige Zivildienst in seiner bisherigen Form eines verpflichteten Ersatzdienstes. Anstatt dessen, soll es nun den sog. Bundesfreiwilligendienst geben, der individueller und flexibler gestaltbar ist, als das bisher beim Zivildienst der Fall war. Der Bundesfreiwilligendienst steht – wie bisher der Zivildienst – unter dem Resort des Bundes. Einige der sozialen Jugendfreiwilligendienste, u.a. diese, die man im Ausland ableisten kann, fallen in Zukunft folgerichtig in den Bundesfreiwilligendienst.

So leider nicht das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und einige ähnliche soziale Jugendfreiwilligendienste (z.B. FÖJ). Diese sollen in ihrer jetzigen Form weiter die Haushalte der Länder und Kommunen belasten. Der unfaire Wettbewerbsvorteil, welchen die neuen Bundesfreiwilligendienstler haben (z.B. mehr Sold, höhere Flexibilität in der Dienstzeit, Versicherung), benachteiligt klar den FSJ (und andere JFWD). Die JFWD in ihrer jetzigen Form werden höhere Kosten verursachen und wären prinzipiell überflüssig, da eine Gleichberechtigung von JFWD und BFWD nur dann erreicht werden könnte, wenn man die JFWD stark fördern und finanziell aufwerten würde - was angesichts der Nachteile vor Allem des FSJ und des FÖJ (Beispiele für JFWD) gegenüber dem BFWD nicht logisch wäre. Die Kommunen und Ländern haben weder die Mittel dies zu tun, noch wollen sie es, noch ist es überhaupt sinnvoll oder notwendig.

Mit der Eingliederung des FSJ und aller anderer sozialen Jugendfreiwilligendienste in den BFWD würden Kosten eingespart, sowie Kommunen und Länder entlastet. Weiter wäre es möglich aufgrund der Vereinheitlichung des Bewerbungsverfahrens und der Ämter Bürokratie abzubauen und das Auswahlverfahren, sowie die Information der Interessierten über die vielfältigen Möglichkeiten des BFD übersichtlicher und effektiver machen.

 


application/pdf icon
Antrag als PDF mit Zeilennummern