Schulsponsoring

(Beschluss vom 39. Landeskongress, Bruchsal)

Die Jungen Liberalen fordern die F.D.P-Landtagsfraktion auf, die gesetzlichen Hürden für das Schul - Sponsoring/Werbung im Bundesland Baden-Württemberg vollständig aus dem Weg zu schaffen. Die bestehenden Schulgesetze sollen dahin gehend revidiert werden, dass die Hoheit über die Vergabe von Werbemöglichkeiten an Dritte der jeweiligen Schulkonferenz obliegt. Dieses in seinen Kompetenzen gestärkte Gremium soll selbst entscheiden können, ob und zu welchem Preis es Werbung in den eigenen Gebäuden zulassen will. Die staatliche Grundfinanzierung der Schulen muss aber weiter auf hohem Niveau garantiert werden, die zusätzlichen Drittmittel sollen für besondere Projekte und Anschaffungen der Schule zur Verfügung stehen.

Begründung:

Die Zusatzeinnahmen aus dem Sponsoring/Werbung soll der Verbesserung der allgemeinen Arbeitsbedingungen dienen. Mit dem Geld wäre es möglich, aktuelleres und besseres Lernmaterial für Schüler und Lehrer anzuschaffen.

So könnten zum Beispiel die zusätzlichen Einnahmen für den Kauf neuer Computer oder deren Aufrüstung verwendet werden. In einer Zeit der fortschreitenden Technologisierung ist es besonders wichtig, die Computer auf dem möglichst neusten Stand der Technik zuhalten. Des weiteren könnte die Schule mittels der erweiterten Geldmittel, mehr Lehrkräfte einstellen und somit eine qualifiziertere Ausbildung für die Schüler ermöglichen.

In anderen Bundesländern, die das Schul-Sponsoring schon längere Zeit betreiben oder gerade "Schulversuche" durchführen, wurden bereits gute Erfahrungen mit diesem Modell gemacht. In Bremen zum Beispiel spendierte eine Firma drei Grundschulen je zehn Computer. Als Gegenleistung darf sie nun mit Bildschirmschonern auf den schulischen Computern Werbung machen. Dies soll endlich auch in baden-württembergischen Schulen uneingeschränkt möglich sein.

Die Tatsache, dass sich Schulen über Sponsoren- und Werbegelder teilfinanzieren, darf jedoch nicht gleichzeitig bedeuten, dass sich der Staat seiner finanziellen Grundversorgung, die moderne Ausstattung und gute Lehrerversorgung garantieren muss, herausschleichen kann. Somit besteht auch nicht die Gefahr, dass sich die Schulen in eine Art Abhängigkeit von Werbepartnern begeben, da die Werbeeinnahmen zusammen mit den staatlichen Mitteln in das Schulbudget einfließen.

Benjamin StrasserBenjamin Strasser
Stv. Landesvorsitzender für Programmatik

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