Tabaksubventionen

(Beschluss vom 30. Landeskongress, Karlsruhe)

Die Organe der Europäischen Union (Kommission, Parlament, Rat) werden aufgefordert, ab dem Haushaltsjahr 1998 die jährlichen Subventionen für den Tabakanbau in Europa von zwei Mrd. DM stufenweise deutlich abzusenken, innerhalb von fünf Jahren auf Null zu reduzieren und den eingesparten Teil statt dessen zur Unterstützung von umstellungswilligen Landwirten zu verwenden.

Begründung:
Jeder weiß, daß Rauchen schwere Krankheiten verursachen oder fördern kann. Herz- und Gefäßkrankheiten, Lungenkrankheiten, Krebs, Magengeschwüre, grauer Star, Alzheimer und Schlaganfälle. Die volkswirtschaftlichen Kosten, die alleine in Deutschland durch die Behandlung dieser Krankheiten verursacht werden, liegen nach vorsichtigen Schätzungen bei über 18 Mrd. DM. Und noch schlimmer: jährlich sterben alleine in Deutschland vermutlich über 100.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Da erscheint es äußerst widersinnig, wenn die EU und die Mitgliedsstaaten mit hohem finanziellen Aufwand über die Folgen des Rauchens aufklären und davor warnen wollen. andererseits aber den Tabakanbau massiv subventionieren.

Sebastian GratzSebastian Gratz
stellvertretender Landesvorsitzender für Programmatik

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